Der Ort, den wir heute besuchen wollen kommt uns etwas fehlplatziert vor: Riesige Sandberge, umgeben von Schnee. Die
Rubjerg Knude ist eine Wanderdüne, die sich an Dänemarks Nordseeküste Richtung Landesinnere schiebt. Inmitten dieser Düne steht der (die/das?) Rubjerg Knude Fyr. Ein Leuchtturm, ursprünglich 200 m vom Wasser entfernt, mittlerweile aufgegeben, da die Wanderdüne die Sicht zwischen Leuchtturm und Meer versperrte. In einigen Jahrzehnten, wenn die Düne weitergewandert ist, wird der Turm ins Meer stürzen.
Natürlich wollen wir uns das ganze vorher noch anschauen. Also packen wir den Hund ins Auto und fahren hin. Ganz in der Nähe gibt es einen Parkplatz, von da aus sind es nur ein paar Minuten Fußweg - prima. Dann kommt uns jedoch der bereits erwähnte Schnee in die Quere. Die Zufahrt zu dem Parkplatz wurde nicht geräumt. Also parken wir am Straßenrand und machen uns mit dem Hund auf den Weg durch tiefe Schneewehen und über vereiste Flächen.
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Der beschwerliche Weg lohnt sich! Wir kommen uns auf der Düne bei strahlendem Sonnenschein ein wenig vor wie in Afrika. Der Leuchtturm, dessen umgebende Gebäude schon komplett von der Düne überrollt wurden, steht da wie ein letztes Mahnmal menschlicher Kultur in einer postapokalyptischen Zeit. Gigantisch!
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Letzten Endes müssen wir trotzdem wieder durch den kniehohen Schnee zurück zum Auto. Kirsten stürzt und verletzt sich am dornigen Gestrüpp am Wegesrand. In Ermangelung von Verbandszeug füllen wir Schnee in einen Schietbüddel zur Kühlung.
Wir fahren zum Ferienhaus zurück, setzen Toto ab und verarzten Kirstens Finger. Dann fahren wir nochmal los um uns
Hjørring anzuschauen. Es ist uns zu kalt, also essen wir nur schnell einen Hot Dog und fahren wieder nach Hause. Das Kaminholz ist endlich trocken, so dass wir uns schön am Kamin aufwärmen können.
Ach, bei Toto und Düne muss ich an
das denken.
1 Kommentar:
Wunderbare Fotos! Und generell danke für die Veröffentlichung des Urlaubstagebuchs. Es ist sehr schön zu lesen.
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